Das letzte August-Wochenende zeigt sich wechselhaft und teils ungemütlich: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet mit kräftigen Gewittern, Starkregen und stürmischen Böen. Zwar bleibt es meist nicht flächendeckend, aber wo eine Gewitterzelle durchzieht, kann es in kurzer Zeit richtig heftig werden. Hier die aktuelle Warnlage für Samstag und Sonntag – und wie du sicher durchs Wochenende kommst.
Die Warnlage im Überblick
Nach den Vorhersagen des DWD und des Portals wettergefahren.de gilt:
- Freitag (Auftakt): Im Südosten schwere Gewitter und Starkregen mit 20–50 l/m² in wenigen Stunden – lokal unwetterartig. In der Westhälfte einzelne Gewitter mit Starkregen, kleinem Hagel und stürmischen Böen bis 8 Beaufort.
- Samstag: Vor allem in der Mitte des Landes weiter einzelne Gewitter mit Starkregen möglich.
- Sonntag: Im Nordosten sind einzelne kräftige Gewitter mit rund 15 l/m² pro Stunde nicht ausgeschlossen; an der Ostsee stürmische Böen bis 70 km/h.
Die Nordwesthälfte kommt insgesamt ruhiger weg. Wichtig: Gewitter sind kleinräumig und schwer punktgenau vorherzusagen. Ein Blick in die DWD-WarnWetter-App kurz vor Aufbruch lohnt sich immer – amtliche Warnungen werden dort in Echtzeit ausgegeben.
Diese Gefahren drohen
- Starkregen & Überflutung: 20–50 Liter in kurzer Zeit überlasten Kanäle, überfluten Unterführungen und Keller. Straßen können in Minuten unpassierbar werden.
- Blitzschlag: Im Freien – beim Wandern, Radeln, Baden oder Grillen – die größte akute Gefahr.
- Sturmböen: Herabfallende Äste und umstürzende Bäume, besonders im Wald und an der Küste.
- Aquaplaning: Auf der Autobahn bei plötzlichem Wolkenbruch ein unterschätztes Risiko.
Was bedeutet das für dich?
- Draußen unterwegs? Bei aufziehendem Gewitter rechtzeitig Schutz suchen – ein Gebäude oder das Auto (Faradayscher Käfig) schützen zuverlässig. Freie Flächen, einzelne Bäume, Gewässer und Metallzäune meiden.
- Wandern & Bergtouren: Touren so planen, dass du mittags von Gipfeln und Graten zurück bist – Wärmegewitter entstehen meist am Nachmittag.
- Am Wasser: Beim ersten Donner raus aus See oder Freibad. Wasser leitet Strom, offene Uferflächen sind exponiert.
- Auto: Tempo runter bei Starkregen, Abstand verdoppeln, Licht an. Niemals in überflutete Unterführungen fahren – die Wassertiefe ist kaum einzuschätzen.
- Zuhause: Lose Gartenmöbel, Sonnenschirme und Trampoline sichern, bevor der Sturm kommt. Fenster und Dachluken schließen.
- Warnungen ernst nehmen: Amtliche DWD-Warnungen (Stufe Orange/Rot) sind kein Alarmismus – sie geben dir den Vorlauf, den du brauchst.
Fazit: Das Wochenende wird nicht durchweg verregnet, aber lokal blitzt und kracht es kräftig. Wer die Warnungen im Blick behält und bei Gewitter konsequent Schutz sucht, kann Ausflüge trotzdem genießen. Aktuelle Lage jederzeit unter dwd.de und wettergefahren.de. Kommt gut und sicher durchs Wochenende!
