Ein kurzer Blick aufs Display an der roten Ampel – und schon sind 100 Euro und ein Punkt fällig. Handy am Steuer bleibt einer der häufigsten Verstöße im Straßenverkehr. Wir zeigen, was der Bußgeldkatalog 2026 vorsieht, was viele über Radfahrer nicht wissen – und welche deutliche Verschärfung gerade diskutiert wird.
Das kostet das Handy am Steuer 2026
| Verstoß (Auto) | Bußgeld | Punkte | Fahrverbot |
|---|---|---|---|
| Handynutzung (Grundfall) | 100 € | 1 | – |
| … mit Gefährdung | 150 € | 2 | 1 Monat |
| … mit Sachbeschädigung | 200 € | 2 | 1 Monat |
Wichtig: Erlaubt ist die Bedienung nur, wenn das Gerät fest in einer Halterung sitzt und du es mit einem kurzen Blick oder per Sprache bedienst. In die Hand nehmen ist tabu – das gilt auch fürs Umlegen, Weiterreichen oder Ablesen. Details listet der Tatbestandskatalog.
Auch auf dem Fahrrad verboten
Was viele unterschätzen: Das Handyverbot gilt auch auf dem Rad. Wer während der Fahrt das Smartphone in der Hand hält, zahlt 55 Euro. Auch hier ist nur die freihändige Nutzung über eine Halterung erlaubt. Mehr dazu beim Bußgeldkatalog.
Das könnte sich bald ändern
Beim Deutschen Verkehrsgerichtstag wurde gefordert, das Bußgeld fürs Handy am Steuer deutlich anzuheben – auf mindestens 250 Euro und zwei Punkte statt bisher einem. Begründung: Die Ablenkung durch das Smartphone gilt als eine der größten Unfallursachen. Noch ist das eine Forderung, kein geltendes Recht – aber sie zeigt, wohin die Reise geht. Die Hintergründe fasst beck-aktuell zusammen.
Was bedeutet das für dich?
- Halterung nutzen: Nur ein fest montiertes Gerät ist erlaubt – und auch dann nur mit kurzem Blick oder per Sprachsteuerung.
- Rote Ampel ist keine Ausnahme: Solange der Motor läuft (auch bei Start-Stopp), gilt das Verbot. Nur bei ausgeschaltetem Motor darfst du das Handy in die Hand nehmen.
- Auch als Radfahrer aufpassen: 55 Euro sind schnell weg – und im Zweifel drohen bei Unfall Mithaftung und Ärger mit der Versicherung.
- Navi vorbereiten: Route vor dem Losfahren eingeben, damit du unterwegs nicht in Versuchung kommst.
Unterm Strich: Die sicherste – und günstigste – Lösung ist, das Handy während der Fahrt gar nicht anzufassen. Eine mögliche Verschärfung auf 250 Euro macht das Thema nur noch teurer.
Quellen: Bußgeldkatalog – Handy am Steuer, Bußgeldkatalog – Handy auf dem Fahrrad, beck-aktuell. Dieser Beitrag ist eine allgemeine Einordnung und keine Rechtsberatung.
