Ein neuer Wochenstart, ein neuer Blick auf die aktuellen Produktrückrufe. Diese Woche trifft es gleich drei sehr unterschiedliche Bereiche: einen Profi-Akku mit Brandrisiko, Babykleidung mit Erstickungsgefahr und Käse mit Listerien. Wir haben die wichtigsten Meldungen aus den offiziellen Warnportalen zusammengetragen – mit dem, was für dich zählt.
STIHL ruft Akkupacks zurück – Brandgefahr
Der Werkzeughersteller STIHL ruft Akkupacks der Typen AP 300.0 P und AP 300.0 PC zurück. Betroffen sind ausschließlich Akkus mit der Kennzeichnung „Made in Germany“, deren Seriennummer mit „615″ beginnt. Grund ist eine Unregelmäßigkeit im Produktionsprozess: Die Akkus können überhitzen, es besteht ein Brandrisiko. Details stehen bei produktwarnung.eu und direkt bei STIHL.
Wichtig: Betroffene Akkus sofort nicht mehr verwenden und persönlich zum kostenlosen Austausch zu einem autorisierten STIHL-Fachhändler bringen. Auf keinen Fall per Post oder Paketdienst verschicken – von beschädigten Lithium-Ionen-Akkus geht ein erhöhtes Gefahrenpotenzial aus.
Zeeman: Baby-Strampler mit Erstickungsgefahr
Der Textildiscounter Zeeman ruft Baby-Strampler in verschiedenen Farben zurück, die zwischen dem 15. Juni und 20. August 2026 verkauft wurden. Betroffen sind die Artikelnummern 75433 | 122691-4 und 122691-11 (zu finden auf dem Wäscheetikett und dem Kassenbon). Bei internen Prüfungen zeigte sich, dass sich die Druckknöpfe lösen können. Gelangt ein loser Knopf in den Mund, droht Verschlucken oder Einatmen – im schlimmsten Fall eine Atemwegsblockade. Quelle: produktwarnung.eu.
Zieh betroffene Strampler nicht mehr an und gib sie im Zeeman-Markt zurück – der Kaufpreis wird auch ohne Kassenbon erstattet.
Listerien: Käse-Rückruf der Dorfkäserei Geifertshofen
Die Dorfkäserei Geifertshofen (Baden-Württemberg) hat ihren Rückruf am 10. September deutlich ausgeweitet. Nachgewiesen wurden Listerien (Listeria monocytogenes) in einer Charge Weinbauernkäse; weil weitere Sorten im selben Reifekeller lagerten, wurden vorsorglich viele Käse mit dem Identitätskennzeichen DE BW 445 EG zurückgerufen. Betroffen sind unter anderem Weinbauernkäse, Wengert, Geifertshofener Classico und Schwäbischer Trollingerkäse. Mehr bei produktwarnung.eu und lebensmittelwarnung.de.
Listerien sind besonders für Schwangere, ältere und immungeschwächte Menschen gefährlich. Schwangere, die betroffenen Käse gegessen haben, sollten auch ohne Symptome ärztlichen Rat einholen. Käse nicht mehr verzehren, zurückgeben oder entsorgen.
Was bedeutet das für dich?
- Akku prüfen: Hast du einen STIHL AP 300.0 P/PC? Seriennummer checken – beginnt sie mit „615″, nicht mehr laden oder nutzen, ab zum Fachhändler.
- Kinderzimmer kontrollieren: Zeeman-Strampler aus dem Sommer aussortieren und auf lose Knöpfe an aller Babykleidung achten.
- Kühlschrank-Check: Geifertshofener Käse mit Kennzeichen DE BW 445 EG aussortieren – im Zweifel lieber wegwerfen als riskieren.
- Selbst informiert bleiben: Amtliche Rückrufe findest du jederzeit auf lebensmittelwarnung.de und produktwarnung.eu.
Ein Rückruf ist kein Grund zur Panik, sondern gelebter Verbraucherschutz. Wer kurz hinschaut, ist auf der sicheren Seite. Bleib aufmerksam – nächsten Montag gibt es das nächste Rückruf-Radar.
