Kaum ein Wochenende zeigt zwei so unterschiedliche Gesichter: Während eine Kaltfront den Norden und die Mitte mit Wolken, Regen und lebhaftem Wind erreicht, hält sich im Süden der Spätsommer mit bis zu 30 Grad. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für das Wochenende 12./13. September aktuell keine Unwetterwarnung ausgegeben – ganz harmlos ist die Lage im Norden aber nicht. Hier die Übersicht und was für dich zählt.
Die Wetterlage im Überblick
Nach den Vorhersagen des DWD und der 10-Tage-Vorhersage gilt:
- Freitag (Auftakt, unruhig): Von Westen ziehen Wolken und Regen auf. Nördlich einer Linie Mannheim–Usedom kann es bis zum Abend kräftig regnen. Dazu frischt der Wind aus Südwest spürbar auf, mit einzelnen starken bis stürmischen Böen.
- Samstag: Nördlich der Linie Köln–Dresden meist stark bewölkt mit zeitweise Regen und windig. Südlich davon überwiegend trocken, oft freundlich und deutlich wärmer.
- Sonntag: Im Norden noch Wolken und einzelne Schauer, nachmittags von Nordwesten nachlassend. Süden trocken. Höchstwerte 19 bis 23 Grad im Norden, 22 bis 26 Grad im Süden, entlang des Rheins örtlich bis 30 Grad.
Kurz: kein Unwetter, aber ein klarer Nord-Süd-Kontrast. Der Norden bleibt wechselhaft und windig, der Süden genießt spätsommerliche Wärme.
Diese Gefahren solltest du im Blick haben
- Windböen: Bei starken Böen können morsche Äste abbrechen – im Wald, an Alleen und auf Campingplätzen aufpassen. Lose Gartenmöbel und Sonnenschirme sichern.
- Aquaplaning & Sicht: Der erste kräftige Regen nach trockenen Tagen spült Öl und Schmutz auf die Fahrbahn – die Straßen werden besonders glatt.
- Nasses Laub: Erste feuchte Blätter auf Rad- und Waldwegen wirken wie Schmierseife – vor allem für Radfahrer und Motorradfahrer.
- Späte UV- und Wärmebelastung im Süden: Bis 30 Grad Mitte September heißt: an Sonnenschutz und ausreichend Trinken denken, gerade bei Sport und mit Kindern.
Was bedeutet das für dich?
- Auto bei Regen: Tempo runter, Licht an, Abstand verdoppeln und Pfützen vorsichtig durchfahren – nicht in überflutete Unterführungen.
- Zwei Räder, doppelte Vorsicht: Rad- und Motorradfahrer sollten Bremswege verlängern und nasses Laub in Kurven meiden.
- Sturm-Basics: Trampolin, Pavillon und Mülltonnen sichern; bei kräftigem Wind nichts im Wald verloren.
- Reisen clever timen: Wer Richtung Norden fährt, plant etwas Puffer ein. Der Süden ist das reisefreundlichere Ziel fürs Wochenende.
- Süden genießen – aber schützen: Sonnencreme, Kopfbedeckung, genug Wasser; Kinder und Hunde nie im aufgeheizten Auto lassen.
- Warn-App checken: Böen und Schauer sind kleinräumig – die DWD-WarnWetter-App zeigt amtliche Warnungen für deinen Ort.
Fazit: ein Wochenende der zwei Welten – nass und windig im Norden, warm und trocken im Süden. Ein echtes Unwetter ist nicht in Sicht, doch nasse Straßen, Böen und erstes Laub verlangen aufmerksames Fahren. Die aktuelle Lage findest du jederzeit unter dwd.de und wettergefahren.de. Kommt gut und sicher durchs Wochenende!
