Das milde Herbstwetter der letzten Tage ist Geschichte. Eine Kaltfront hat Deutschland von West nach Ost überquert und mit einem Schwall maritimer Polarluft eine deutlich kühlere, unbeständige Phase eingeleitet. Fürs Wochenende heißt das: Wind, Regen und in den Bergen der erste Schnee. Hier die Lage – immer mit dem Hinweis, dass die amtliche DWD-Warnkarte und die WarnWetter-App maßgeblich sind, weil sich alles kurzfristig ändern kann.
Das erwartet dich am Wochenende
- Wind & Sturm: An den Küsten und in den Mittelgebirgen sind stürmische und Sturmböen unterwegs, auf exponierten Gipfeln – etwa dem Brocken – zeitweise orkanartige Böen. Für den Norden (u. a. Bremen und Bremerhaven) galten bereits amtliche Windböen-Warnungen.
- Dauerregen: In den Staulagen der westlichen Mittelgebirge und am Alpenrand fallen gebietsweise 25 bis 40, örtlich bis zu 50 Liter pro Quadratmeter. Im Schwarzwald sind es in Staulagen 25 bis 40 Liter in zwölf Stunden.
- Erster Bergschnee: Oberhalb von rund 2.000 Metern rechnet der DWD mit 5 bis 10 Zentimetern Neuschnee – der erste Wintergruß der Saison.
- Temperaturen: Am Samstag nur noch 12 bis 18 Grad, dazu immer wieder Schauer – am meisten im Norden, Westen und südlich der Donau. An der Nordsee sind kräftige Gewitter mit mehrstündigem Starkregen möglich.
Was bedeutet das für dich?
Kein Unwetter-Drama, aber ein ruppiges Herbstwochenende. So kommst du sicher durch:
- Loses sichern. Gartenmöbel, Sonnenschirme, Mülltonnen, Trampoline und Deko wegräumen oder festzurren, bevor der Wind auffrischt.
- Auto & Zweirad. Nasses Laub auf der Fahrbahn wirkt wie Schmierseife – Tempo raus, Abstand rauf. Auf Brücken, Waldstücken und freien Strecken mit Seitenwind-Böen rechnen und das Lenkrad gut festhalten.
- Berge & Wandern. Wer in die Mittelgebirge oder Alpen will: Wettersturz, Nässe und Schnee in den Hochlagen einplanen, warme und wasserdichte Kleidung dabeihaben – oder die Tour verschieben.
- Wald meiden bei Sturm. Bei kräftigen Böen drohen herabfallende Äste. Spaziergänge und Joggingrunden lieber in offenes Gelände verlegen.
- Zwiebelprinzip. Nach dem Temperatursturz gilt: mehrere dünne Lagen plus wind- und wasserdichte Außenschicht halten wärmer und trockener als eine dicke Jacke.
Fazit: Der Herbst zeigt jetzt seine ungemütliche Seite. Wer loses Mobiliar sichert, beim Fahren vorsichtig ist und sich wetterfest anzieht, kann das Wochenende trotzdem entspannt angehen. Vor Ausflügen lohnt ein letzter Blick auf die DWD-Warnkarte.

