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Hand aufs Herz: Hast du je auf die kleinen Zahlen unter dem Hammer-Symbol auf deinen Arbeitshandschuhen geachtet? Genau dort steht, wie gut sie dich wirklich schützen. Handverletzungen sind die häufigste Art von Arbeitsunfällen – Zeit, den Code zu knacken.
EN 388: Der Zahlencode erklärt
Die Norm EN 388 bewertet Schutzhandschuhe gegen mechanische Risiken mit vier Ziffern und bis zu zwei Buchstaben, z. B. „4X43F“:
- 1. Ziffer – Abriebfestigkeit (0–4): wichtig bei rauen Materialien
- 2. Ziffer – Schnittfestigkeit im Coup-Test (0–5, X = nicht getestet)
- 3. Ziffer – Weiterreißfestigkeit (0–4)
- 4. Ziffer – Durchstichfestigkeit (0–4)
- Buchstabe A–F: Schnittschutz nach dem moderneren TDM-Test (ISO 13997) – F ist die höchste Klasse
- P: bestandener Stoßschutz-Test (z. B. für Knöchelprotektoren)
Welcher Handschuh für welche Arbeit?
Für Montage und Logistik reichen leichte Strickhandschuhe mit PU- oder Nitrilbeschichtung und gutem Tastgefühl. Beim Umgang mit Blech, Glas oder Klingen gehören schnittfeste Modelle ab Klasse C, besser D–F an die Hand. Feuchte und ölige Arbeiten verlangen vollbeschichtete Nitrilhandschuhe, Chemikalien eigene Handschuhe nach EN 374 – ein mechanischer Schutzhandschuh hilft gegen Säuren gar nichts. Und an rotierenden Maschinen wie Bohrmaschinen gilt oft: Handschuhverbot, wegen der Einzugsgefahr. Die Gefährdungsbeurteilung deines Betriebs gibt den Rahmen vor.
Passform und Pflege
Zu große Handschuhe machen ungeschickt, zu kleine ermüden die Hand. Miss deinen Handumfang und halte dich an die Größentabelle (typisch 7–11). Beschichtete Handschuhe sind meist waschbar – hartnäckig verschmutzte oder beschädigte Exemplare gehören ersetzt, denn Risse machen jede Schutzklasse wertlos.
Fazit: Die vier Ziffern plus Schnittschutz-Buchstabe sagen mehr als jeder Marketingtext. Einmal verstanden, kaufst du nie wieder den falschen Handschuh.
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