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Ein Metallsplitter braucht Millisekunden, ein Spritzer Reinigungsmittel noch weniger – Augenverletzungen passieren schneller, als du blinzeln kannst. Trotzdem hängt die Schutzbrille in vielen Werkstätten öfter am Haken als auf der Nase. Meist, weil das falsche Modell gekauft wurde.
Die drei Bauarten im Überblick
- Bügelbrillen sind die Alltagslösung: leicht, bequem, guter Schutz gegen Splitter von vorn. Für Bohren, Schleifen und Sägen meist ausreichend – Modelle mit Seitenschutz wählen.
- Korbbrillen (Vollsichtbrillen) schließen rundum dicht ab und schützen auch gegen Staub und Flüssigkeitsspritzer – erste Wahl bei Chemikalien, Gips- und Schleifstaub. Viele passen über die normale Sehbrille.
- Visiere und Gesichtsschutzschirme schützen das ganze Gesicht, etwa beim Arbeiten mit dem Freischneider oder Trennschleifer – idealerweise in Kombination mit einer Brille darunter, denn Visiere sind unten offen.
EN 166 lesen wie ein Profi
Auf Scheibe und Rahmen findest du Kennzeichnungen nach EN 166: Die mechanische Festigkeit steht als Buchstabe – S (erhöhte Festigkeit), F (Aufprall 45 m/s, Standard für Brillen), B (120 m/s, Korbbrillen) und A (190 m/s, Visiere). Die Ziffer „1″ bei der optischen Klasse bedeutet: verzerrungsfrei und für Dauergebrauch geeignet. Zusätze wie K (kratzfest) und N (beschlagfrei) lohnen sich im Alltag fast immer.
Tipps für Brillenträger
Überbrillen sind die schnelle Lösung, auf Dauer aber oft unbequem. Besser: Korbbrillen mit ausreichend Innenraum – oder gleich eine Schutzbrille in Sehstärke, die viele Arbeitgeber bezuschussen. Und egal welches Modell: Zerkratzte Scheiben streuen Licht, nerven und werden ersetzt statt weiterbenutzt.
Fazit: Bügelbrille für den Alltag, Korbbrille bei Staub und Chemie, Visier für die groben Sachen. Wer die Kennzeichnung einmal verstanden hat, greift im Regal automatisch zum richtigen Modell.
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