Zum Wochenstart der Blick auf die wichtigsten Produktrückrufe. Diesmal: Listerien im Mini-Brie, ein Schadstoff über dem Grenzwert in Reiscrackern, mögliche Glassplitter in Tiefkühl-Himbeeren und ein Babyschlafsack mit Erstickungsgefahr. Hier die Fakten – und was zu tun ist.
Listerien: Eberle Mini-Brie
Die Eberle Spezialitäten AG ruft ihre Brie-Mini-Sorten Nuss, Schnittlauch, Trüffel und Chili (150-g-Packung) zurück. Betroffen sind mehrere Chargen mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 13.11. und 20.11.2026, verkauft bundesweit. Grund sind Listerien (Listeria monocytogenes) – gefährlich vor allem für Schwangere, ältere und immungeschwächte Menschen. Nicht verzehren, zurück in den Markt.
Schadstoff: Reiscracker „N300 Himemaru“
Bei den Reiscrackern „N300 Himemaru“ (98 g) der SSP Konsumgüter Trade & Consult GmbH wurde Glycidol-Fettsäureester über dem gesetzlichen Grenzwert nachgewiesen – ein Stoff, der als erbgutschädigend und krebserregend gilt. Betroffen sind alle noch gültigen Mindesthaltbarkeitsdaten, besonders das MHD 03.04.2027. Nicht mehr essen.
Glassplitter: Tiefkühl-Himbeeren
In einzelnen Packungen der „Gut&Günstig“ Tiefkühl-Himbeeren (500 g, Hersteller Jütro, MHD 05.08.2028) können Glasstücke stecken. Verkauft wurden sie bei Edeka und Marktkauf. Die Erstattung erfolgt auch ohne Kassenbon – betroffene Ware bitte nicht verzehren.
Non-Food: Babyschlafsack und ein Transporter-Rückruf
Zeeman ruft mehrere Babyschlafsäcke zurück: Die Reißverschluss-Verbindung kann sich lösen, Kleinteile könnten verschluckt werden – es besteht Erstickungsgefahr. Betroffen sind zahlreiche Artikelnummern aus dem Verkauf 2026 (Filialen und Onlineshop). Nicht mehr verwenden und zurückgeben. Außerdem im Ticker: Stellantis ruft wegen eines undichten Kraftstoffdruckdämpfers (Brand- und Rutschgefahr durch austretenden Kraftstoff) die Transporter Fiat Ducato, Opel Movano, Peugeot Boxer und Citroën Jumper zurück – rund 2.120 Fahrzeuge in Deutschland; die Kraftstoffleitung wird kostenlos in der Vertragswerkstatt getauscht.
Was bedeutet das für dich?
- Charge und MHD prüfen. Entscheidend sind Chargennummer und Mindesthaltbarkeitsdatum – nur die genannten Packungen sind betroffen.
- Rückgabe meist ohne Bon. Du bekommst den Kaufpreis erstattet, auch ohne Kassenzettel.
- Vorsicht bei Listerien. Schwangere, Ältere und Immungeschwächte sind besonders gefährdet – bei Fieber oder grippeähnlichen Symptomen nach dem Verzehr zum Arzt und den Verdacht nennen.
- Babyschlafsack sofort aussortieren. Bei Erstickungsgefahr gehört das Produkt nicht mehr ins Bett – erst nach dem Umtausch weiternutzen.
- Transporter? FIN prüfen. Betroffene Fahrzeuge kostenlos in der Vertragswerkstatt instand setzen lassen.
Stand: 2.11.2026. Rückrufe, Chargen und betroffene Daten ändern sich laufend – maßgeblich sind immer die Originalmeldungen. Quellen: lebensmittelwarnung.de, produktwarnung.eu, Rückruf-Ticker der Ruhr Nachrichten.

